Die ersten 1000 Tage

Die ersten 1000 Tage

Was Kinder essen, entscheidet über lebenslange Ernährungsvorlieben

Wir alle wollen, dass unsere Kinder glückliche Erwachsene werden. Ein wichtiger Baustein dafür ist das Essen. Was unsere Kleinen zu Beginn ihres Lebens essen, prägt die kulinarischen Vorlieben für den Rest ihres Lebens. Babys haben 10.000 Geschmacksknospen – wir Erwachsenen etwa die Hälfte. In den ersten zwei Lebensjahren – die Fachliteratur nennt es die “ersten tausend Tage” inklusive Schwangerschaft – erfassen und verarbeiten diese Sensoren alles, was wir ihnen geben. Ohne sich dessen bewusst zu sein, können Kinder schon ganz früh lernen, gut zu essen. Deshalb ist es so wichtig, dass Babys das ganze Universum des Geschmacks erleben. Denn nur dann werden sie als Kinder, Teenager und Erwachsene gutes Essen schätzen.

Die Wissenschaft nennt diese Prägung “metabolic Imprinting”. Das “American Journal of Clinical Nutrition” beschreibt es als “die grundlegenden biologischen Phänomene, die mutmaßlich den Beziehungen zwischen den Ernährungserfahrungen im frühen Leben und späteren Krankheiten zugrunde liegen. Der Begriff soll adaptive Reaktionen auf spezifische Ernährungsbedingungen im frühen Leben umfassen.” Diese umfassen:
• eine Anfälligkeit, beschränkt auf ein kritisches ontogenes Fenster früh in der Entwicklung
• eine anhaltende Wirkung bis ins Erwachsenenalter
• ein spezifisches und messbares Ergebnis (das sich quantitativ von Person zu Person unterscheiden kann)
• eine Dosis-Wirkungs- oder Schwellenwert-Beziehung zwischen einer spezifischen Exposition und dem Ergebnis (1)

Geprägtes Verhalten kann demnach „nicht vergessen werden“, da die Möglichkeit der Prägung nur während „eines eng begrenzten Zeitraums im Leben des Individuums“ auftritt. Daher ist es entscheidend, in diesem Zeitfenster eine leckere Ernährung mit viel Gemüse und wenig Zucker einzuführen.

Die Kraft des Gemüses

Die Einführung von Gemüse während der Beikost hilft deinem Kind, eine Vorliebe für Gemüse zu entwickeln, wenn es älter wird. Damit wird eine wichtige Grundlage für Essgewohnheiten gelegt, die auch zur Verringerung der damit verbundenen Gesundheitsrisiken im Erwachsenenalter beiträgt. (1)

Eine Ernährung, die reich an Gemüse ist, ist für die Kleinsten auch wegen der Reaktionen vorteilhaft, die eine weitgehend obstbasierte Ernährung hervorrufen kann. Obst enthält Fruktose, einen Zucker, der natürlicherweise in Nahrungsmitteln vorkommt. Er wird vom Dünndarm aufgenommen und dann von der Leber zu Glukose verarbeitet. Bei kleinen Kindern kann der Dünndarm Fruktose noch nicht gut absorbieren. Essen sie viel Obst, kann dies zu gastrointestinalen Problemen führen. Der nicht resorbierte Zucker verbleibt im Dünndarm und kann zu einer bakteriellen Gärungsstelle werden, die chronische unspezifische Diarrhöe verursacht. Das durch die Gärung von nicht resorbierten Kohlenhydraten im Dickdarm entstehende akkumulierte Gas kann ebenfalls Bauchschmerzen und Unwohlsein verursachen. (2)

Gemüse hingegen hat einen viel niedrigeren Zuckergehalt und enthält mehr Ballaststoffe als Früchte. In der Studie „Die Beziehung zwischen Gemüseaufnahme und Gewichtsergebnissen: „A Systematic Review of Cohort Studies“ wird festgestellt, dass Gemüse auch eine relevante Rolle beim Gewichtsmanagement spielt. Dies ist ein wichtiger Gesichtspunkt, denn laut Studien der Weltgesundheitsorganisation erhöht die Zunahme der Fettleibigkeit weltweit auch das Risiko vieler verwandter Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und Krebs. (3)

Zwei weitere wissenschaftliche Artikel „Savoring Sweet: Sugars in Infant and Toddler Feeding“ (4) und „The Development and Public Health Implications of Food Preferences in Children“ (5) heben die angeborene Vorliebe von Kindern für Süßes und die Ablehnung von Gemüse hervor. Beide Studien betonen jedoch, wie wichtig es ist, den Süßgeschmack durch frühzeitige und wiederholte Gabe pflanzlicher Nahrung zu begrenzen. Das liegt daran, dass Zucker keinen Nährwert hat und dass Lebensmittel mit einem hohen Anteil an zugesetztem oder natürlichem Zucker zu ungesunden Ernährungsgewohnheiten führen können.

Unsere Ernährungsphilosophie

Wir von Pumpkin Organics verstehen die Bedeutung der ersten 1000 Tage im Leben eines Kindes und haben unsere Ernährungsphilosophie auf Lebensmittel mit mehreren unterschiedlichen Gemüsesorten pro Mahlzeit, einem insgesamt hohen Gemüseanteil und niedrigem Zuckergehalt ausgerichtet.


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Der Zweck dieses Artikels besteht lediglich darin, zu informieren und zu inspirieren, nicht aber, medizinische oder ernährungswissenschaftliche Ratschläge zu erteilen. Für den Fall, dass du Bedenken oder Fragen hast, empfiehlt Pumpkin Organics, einen medizinischen Ansprechpartner aufzusuchen und sich beraten zu lassen.

Referenzen

1. Robert A Waterland, C. G. (1999, Feb 01). Potential mechanisms of metabolic imprinting that lead to chronic disease. Retrieved from The American Journal of Clinical Nutrition, Volume 69

2. Hilary F Jones, R. N. (2013, May 1). Developmental changes and fructose absorption in children: effect on malabsorption testing and dietary management . Retrieved from OXFORD Academic, Nutrition reviews

3. Monica Nour, S. A.-F. (2018, Nov 2). The Relationship between Vegetable Intake and Weight Outcomes: A Systematic Review of Cohort Studies. Retrieved from NCBI-PMC

4. D., M. (2017, September). Savoring Sweet: Sugars in Infant and Toddler Feeding. Retrieved from Karger – Annals of nutrition and metabolism

5. Jacob P. Beckerman, Q. A. (2017, Dec 18). The Development and Public Health Implications of Food Preferences in Children. Retrieved from NCBI-PMC

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Comments 1

  1. Pingback: Muss ich kochen, will ich kochen, und was will mein Kind eigentlich essen? *Werbung* für Pumpkin Organics

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